Am Karfreitag – dem 02.04.2010 – wurde in Isa Khel in Nordafghanistan eine Patrouille des PRT Kunduz attackiert. Dabei fielen Hauptfeldwebel Nils Bruns, Stabsgefreiter Robert Hartert und Hauptgefreiter Martin Augustyniak. Bei diesem Karfreitagsgefecht wurden weitere Soldaten mitunter schwer verwundet und mussten unter schwerem Beschuss ausgeflogen werden. Es stellt damit eines der schwersten Gefechte in der Geschichte der Bundeswehr dar.

Seit 2020 wird mit einem besonderen Gedenkmarsch an dieses Ereignis erinnert. Ins Leben gerufen wurde dieser durch die Institution Cafe Viereck mit dem damaligen 10K3 Marsch. In diesem Jahr ist es nun der 16K3-Gedenkmarsch. Die „16” steht dabei für das Gedenken an das Karfreitagsgefecht vor 16 Jahren, sowie die vorgesehene Marschstrecke und das Gewicht des Gepäcks. K3 symbolisiert die drei gefallenen Kameraden am 02.04.2010.
Erinnerung und Gemeinnützigkeit
Bereits seit Beginn beteiligt sich das LTG 62 an diesem Projekt, dass es ermöglichen soll im Kameradenkreis zu gedenken und den Zusammenhalt damit zu stärken. Was im Jahr 2010 mit bundesweit 1900 Teilnehmern begann hat sich in den folgenden Jahren beeindruckend entwickelt. Im letzten Jahr nahmen bereits über 21.000 Menschen an dem Projekt Teil.
Die Anmeldung erfolgt dabei mit dem Kauf eines Spendenpatches. zehn Euro Registrierungskosten werden dann acht Euro an die Soldaten- und Veteranen-Stiftung gespendet. So konnten im letzten Jahr knapp 180.000 Euro zusammengetragen werden. Für 2026 konnte dies nochmals deutlich gesteigert werden. Insgesamt nahmen deutschlandweit 26.449 Teilnehmer am 16K3 Marsch teil. Hierdurch konnte eine Spendensumme Euro generiert werden.

Das LTG 62 zeigt Flagge
Um 8:00 Uhr ging es am Morgen des 02. Aprils am Sportplatz des Fliegerhorstes los. Der stellvertretende Kommodore des LTG 62, Oberst Uwe Bierwirth, dankte den Teilnehmenden aus verschiedenen Einheiten, dass sie sich an dieser für das Gedenken wichtigen Veranstaltung beteiligen.


Oberst Bierwirth dankte den Teilnehmenden für den aktiven Beitrag zur Erinnerungskultur und Militärpfarrer Bernd Tiggemann hielt ein kurze Andacht.
Nach einer kurzen Ansprache und Andacht Bernd Tiggemann und einer Einweisung in die Marschstrecke, machten sich die vielen Teilnehmer auf den Weg. Der Weg führte dabei Heidorn über Großenheidorn in Richtung Steinhuder Meer. Den Wendepunkt bildete dabei der Fähranleger. aus ging es dann durch Steinhude und Großenheidorn wieder zurück zum Fliegerhorst. Das ganze Vorhaben war also bewusst sichtbar für die Öffentlichkeit – und das LTG 62 zeigte dort Flagge.


Die Marschstrecke führte durch die umliegenden Ortschaften und an der Promenade des Steinhuder Meeres entlang.
Für die Betreuung während der Veranstaltung wurden Versorgungspunkte vorab aufgebaut. Nach der Rückkehr zum Fliegerhorst fand die Veranstaltung bei einem gemeinsamen Grillen einen sehr gute Ausklang. Dabei konnte das auf der Strecke erlebt, aber auch viele andere Dinge miteinander ausgetauscht werden. Somit konnte der Zweck des 16K3-Gedenkmarsches vollständig erreicht werden – Erinnerung und Stärkung der Kameradschaft.

Text: ROI Martin Buschhorn
Bilder: OSG Simon Otte

